FBG Bremerhaven setzt auch im Detail auf Maßnahmen zum Klima- und Ressourcenschutz
Nachhaltige Energieversorgung umfasst weit mehr als die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Das demonstriert die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft (FBG) jetzt mit ihrer jüngsten Investition in die Infrastruktur des Fischereihafens. Im südlichen Fischereihafen ließ das Management des Gewerbegebietes jetzt die erste Netzstation errichten, die aus natürlichen Materialen besteht und bei einer späteren Demontage vollständig recycelt werden kann.
Rund 100 Netz- und Übergabestationen sorgen im Fischereihafen dafür, dass elektrische Energie aus dem 20-kV-Netz mit einer Spannung von 230 Volt bis 400 Volt an die Abnehmer geleitet werden kann. Bislang wurden die etwa Container-großen Stationsgebäude aus Beton und Stahl angefertigt. Für den Neubau entschieden sich die FBG-Planer jetzt für eine nachhaltige Variante aus Holz. Die Materialwahl hat gleich mehrere Vorteile, erläutert der Projektleiter und Planer Michael Froehlich: „Anders als die herkömmlichen Betonbauten ist die Herstellung dieser Station nahezu CO2-neutral; außerdem können die eingesetzten Materialien bei einem späteren Rückbau der Station zu 100 Prozent wiederverwertet werden.“ Das geringere Gewicht der Konstruktion vereinfacht zudem die Transportlogistik für die Anlieferung und die Aufstellung der komplett vorgefertigten Netzstation.
Die FBG Bremerhaven ist der Energieversorger für die im Fischereihafen ansässigen Unternehmen. „Wir belassen es aber nicht dabei, unseren Kunden Strom aus erneuerbaren Quellen anzubieten, sondern prüfen jede Möglichkeit zu weiteren Klimaschutzmaßnahmen“, betont FBG-Geschäftsführerin Petra Neykov: „Das Beispiel der Netzstation zeigt, dass auch in scheinbar alltäglichen Projekten ein nicht zu unterschätzendes Potenzial steckt.“
Foto: Errichtung der 20-kV-Holzstation im südlichen Fischereihafen. © Wolfgang Heumer
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