Auf eigenen Wegen mit dem Rad zur Arbeit

FBG schafft im Fischereihafen Raum für klimafreundliches Verkehrsmittel

Radfahrende können bald im Fischereihafen über eigene Wege rollen. Mit diesem Ziel wird die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft (FBG) in den kommenden Wochen auf den Hauptverkehrswegen des Gewerbegebietes Radwege deutlich sichtbar markieren lassen. Das Projekt dient zwei Aspekten: „Wir stärken die Nutzung des Fahrrades als klimafreundliches Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit und schließen zugleich eine Lücke im innerstädtischen Radwegenetz“, betont FBG-Geschäftsführerin Petra Neykov.

Die neuen Rad-Verbindungen sind Teil des Radwege-Konzeptes, das die FBG gemeinsam mit Fachplanern für den Fischereihafen Bremerhaven entwickelt hat. „Um möglichst schnell ein attraktives und sicheres Wegenetz anbieten zu können, haben wir uns für den Auftakt für eine Beschilderungs- und Markierungslösung entschieden“, erläutert Projektleiter Sören Marschalk. Die entsprechenden Arbeiten wurden jetzt ausgeschrieben und sind mittlerweile beauftragt. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds der Europäischen Union (EMFAF) finanziert. Die Ausführung ist für den Sommer bzw. Spätsommer geplant.

Besser mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen

Die Stärkung des Fahrradverkehrs gehört zu dem Engagement der FBG und der Unternehmensinitiative CCF – Climate Cooperation Fischereihafen, die CO2-Emissionen aus dem Fischereihafen deutlich zu reduzieren. Beschäftigte in dem Gewerbe- und Industriegebiet sollen künftig weitaus besser als bisher mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen und so bestenfalls häufiger das eigene Auto zu Hause stehen lassen. Auch deshalb soll das neue Netz im Fischereihafen an den innerstädtischen Radweg „Fahr(G)rad8“ von und nach Wulsdorf angeschlossen werden. „Nichtsdestotrotz erfordert die Verkehrsteilnahme in einem Gewerbegebiet mit hohen Stapler- und LKW-Verkehren auch trotz Markierungen weiterhin eine erhöhte Aufmerksamkeit auch bei Ortskundigen“, erinnert Petra Neykov.

In einem ersten Schritt werden ein Breitstrich zum ruhenden Verkehr und Fahrrad-Piktogramme – so genannte Sharrows – auf der Fahrbahn aufgebracht. Vor dem Knotenpunkt Hoebelstraße / Am Fischbahnhof wechselt die Radverkehrsführung von dem angelegten Radweg im Seitenraum auf einen Fahrradstreifen. Bei den Arbeiten an dem Konzept waren etliche Gefahrenstellen zum Beispiel durch unübersichtliche Knotenpunkte oder eine unklare Wegeführung sichtbar geworden.

Die künftigen Radwege werden in den kommenden Monaten abschnittsweise eingerichtet. Entlang der Hoebelstraße sollen die Rad-Trassen durch Sharrows auf der Fahrbahn gekennzeichnet werden. Am Knotenpunkt von Hoebelstraße und Am Fischbahnhof geht der Mischverkehr in eigene Radfahrstreifen über. In Höhe der Packhalle IV ist am Ende des Radwegs Fahr(G)rad 8 eine Mittelinsel geplant, damit Fußgänger und Radler die breite Straße besser als bisher überqueren können.

In der Straße Am Fischbahnhof wollen die Planer den Radverkehr auf beiden Seiten auf markierten Streifen am Rand der Fahrbahn führen. Außerdem ist auf der Westseite ein ebenfalls markierter 2,50 Meter breiter Gehweg vorgesehen – dort gab es bislang keinen eigenen Bereich für Fußgänger. In Höhe des Backgeschäftes ist eine Mittelinsel für die Straßenüberquerung geplant.

Herausforderungen in der Straße Am Lunedeich

Am Lunedeich standen die Planer vor größeren Herausforderungen. Zwischen Lengstraße und Am Baggerloch ist die Fahrbahn stellenweise zu schmal für eigens abgetrennte Radwege – wie an der Hoebelstraße werden Autos und Räder hier teilweise im Mischverkehr geführt. Deshalb wird die Höchstgeschwindigkeit im Bereich Am Lunedeich / Ecke Lengstraße bis Ecke Wittlingstraße auf 30 km/h reduziert. In Fahrtrichtung Süden können Radfahrende auf eine mit Schildern ausgewiesene Route über Freilade- und Maifischstraße ausweichen. In Richtung Norden wird der Gehweg für die Nutzung mit dem Fahrrad freigegeben.
Im weiteren Verlauf bis zur Spitzbergenstraße sind je nach den räumlichen Möglichkeiten ähnliche Lösungen vorgesehen, die jeweils deutlich markiert sind. Teilweise ist es dort auch möglich, auf beiden Straßenseiten eigene Radwege auszuweisen. Im Abschnitt zwischen Am Baggerloch und Spitzbergenstraße werden die vorhandenen Parkstände vor dem Haupteingang des Unternehmens Frosta in Längsparkstände umgewandelt – Schrägparkstände hinter einem Radfahrstreifen bergen aufgrund der unzureichenden Sichtbeziehungen ein Gefahrenpotenzial. Diese Lösung wird auch von der Straßenverkehrsbehörde befürwortet.

Zwischen Spitzbergenstraße und Deichhämme setzt sich der Radfahrstreifen südlich der Lofotenstraße in Fahrtrichtung Süden fort, in Fahrtrichtung Norden wird der Radverkehr hier auf dem bestehenden Radweg im Seitenraum geführt, der in diesem Abschnitt eine Breite von etwa zwei Metern aufweist.

Grundsätzlich strebt die FBG Lösungen an, die sowohl die Interessen der Radfahrenden als auch die Belange des motorisierten Verkehrs berücksichtigen. An konfliktträchtigen Punkten wie vor Einmündungen und in Kurven sollen die Radwege mit roter Farbe auf der Fahrbahn sichtbar gemacht werden.

Die Radwegmarkierungsarbeiten werden gefördert vom Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds der Europäischen Union (EMFAF).

EU-Logo mit dem Hinweis Konfinanziert von der Europäischen Union.
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